Faroan

Die Geschichte von Faroan ist außergewöhnlich, so wie auch er selbst ein wirklich außergewöhnlicher Galgo war.

Im November 2012 wurden wir auf einen Rüden in einer Rehala in Córdoba aufmerksam, der einen Tumor zwischen den Zehen hatte und kaum noch gehen konnte. Die Rehala ist eine riesige Zwingeranlage, in deren Baracken viele Galgueros ihre Hunde halten. Die Bedingungen dort sind furchbar, in der Regel sind die Tiere an kurzen Leinen angebunden, es gibt wenig Tageslicht, dafür um so mehr Schmutz. Die Hunde schlafen auf dem nackten Beton.

Faroan war eines dieser armen Geschöpfe und mit viel Überredungskunst gelang es uns damals, dem Galguero diesen Hund abzuschwatzen. Er machte uns jedoch darauf aufmerksam, dass Faroan vermutlich eh nicht mehr lange leben würde, schließlich war er 1999 geboren, was auch durch den Impfpass belegt werden konnte. 13 Jahre hatte der tapfere Galgomann also schon unter diesen widrigen Bedingungen gelebt (und überlebt!), es war uns daher eine Herzensangelegenheit, dass er zumindest noch ein schönen Lebensabend haben sollte.

Faroan kam nach Berlin zu Tania, die ihn mit all seinen Macken von Herzen liebte. Zwei Operationen hat er prima überstanden, er konnte sogar wieder mit seinen neuen Freunden Rennen und Fangen spielen. Faroan genoss sein neues, zweites Leben in vollen Zügen und wurde unglaubliche 19 Jahre alt.

Am 2.November 2018 trat er seine letzte Reise an. Wir trauern mit Tania, sind jedoch auch unglaublich dankbar dafür, dass Faroan noch so viele wunderbare Jahre hatte und erleben durfte, wie schön das Leben an der Seite von liebevollen Menschen sein kann.

 

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